Collect moments. Not things.

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Monday, January 25, 2016


 


Wenn man von Österreich in die Schweiz kommt, dann ist das meistens ein Wechsel von geräuchertem Schinken auf Raclette. Die Berge bleiben. Die Albhornbläser sowieso. Aber wir sind in Berlin. Auf der Grünen Woche. Und hier gab es zwischen den Bergländern eine Halle, die sich mit der Kehrseite der Naschereien, der guten Weine und des Konsums beschäftigte. 






Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tapezierte die Rundhalle mit den Worten "EINEWELT ohne Hunger ist möglich" und setzte auf der 10tägigen Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse ein Zeichen: nicht mit Essensgeruch, dafür mit dem Thema "Hunger". Mehr als 800 Millionen Menschen leiden heute unter Hunger, weitaus höher sind die Zahlen, wenn die Opfer des "versteckten Hungers" dazugezählt werden. Wie kann eine Welt ohne Hunger erreicht werden? Diese Frage stand im Fokus des Bühnenprogramms - moderiert von meinem Kollegen Felix und mir. Dabei sprachen wir mit Geschäftleuten aus unterschiedlichen Branchen, trafen junge und ältere Ideengeber und kochten mit Fremden, die später zu Freunden wurden.  Als musikalische Gäste hatten wir nicht nur das typische Afrikabild von Trommlern, die durch die Halle gehüpft sind, sondern  Stimmen und Musiker, die uns mit ihren Rhythmen mitwippen ließen und uns mit ihren Songtexten und Stimmen in ihre Heimatländer mitnahmen. Hin, zu ihrern Geschichten. Hin zu ihren Wurzeln. 








 



Mehr Fotos und Videos unter bmz.de und der Facebookseite des BMZ.


Sunday, August 23, 2015



 



Sonnenuntergänge faszinieren. Im Urlaub. Zuhause. Auf dem Heimweg mit dem Rad durch das wuselige Berlin, wenn sich die Wolken lila färben und sich die Nacht ankündigt.

Hier sind meine Lieblings-Locations für Sonnenuntergänge in Berlin. Alle haben eine schöne Erinnerung - mit schönen Himmelsfarben, ruhigen Minuten, plätscherndem Wasser, Bier & Freunden. 

1) Badeschiff / Spree





 Tipp: 
Ab ins Becken an den hinteren Rand. So sieht man die Spree in orange gefärbt, den Fernsehturm und die Oberbaumbrücke.


2)  Treptower Brücke



Mit begeisterten Anglern über die Wasserqualität der Spree schnacken = einmalig. 

3) Warschauer Brücke

 Man sieht zwar kein Wasser - dafür den weiten Horizont und viele Gleise.
 

4) Klunker Kranich



 Einmal über den Wolken sein und Berlin von oben sehen, ist hier ganz einfach. Da wird plötzlich der Fernsehturm auch so klein.


5) Landwehrkanal




Ich wohne hier gleich um die Ecke. Wenn mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, rufe ich spontan Julia an und wir treffen uns auf halbem Weg auf der Brücke, trinken ein Bierchen, philosophieren über die Welt und staunen über das viele Wasser in unserer Nachbarschaft. 


6) eigene Terrasse


Einmalig und tausendfach fotografiert. Immer wieder anders. Aber immer schön.

7) Müggelsee / Surfschule


Dieses Jahr machte ich meinen Windsurfschein am Müggelsee. Nach Stunden auf dem Wasser versackten wir meist noch in den vielen Liegenstühlen an der Wasserkante. Wer will bei dem Ausblick denn auch gleich wieder aufstehen?



Was sind eure Lieblingsorte für den Sonnenuntergang?


Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Sonnige Grüße

- mit einem Sonnenuntergang von unterwegs -

Wednesday, December 31, 2014

 

Moin ihr Wunderkerzen,


Dank Facebook haben wir das Jahr 2014 in jeglichen Perspektiven unserer Lieben nochmals durchleben dürfen.

Ich halte mich daher kurz: Genießt den letzten Tag in 2014 und feiert prächtig ins neue Jahr.

Vielleicht war nicht alles toll in 2014. Im Freundes- und Familienkreis wurde getrennt und geschieden, aussortiert und neu organisiert. Es ging raus aus der Komfortzone. Und vielleicht bist auch du etwas geschwommen, obwohl du nicht gut schwimmen kannst. Aber hat 2014 in der Retrospektive Spaß gemacht?  Bist du glücklich?- Ja? Na dann hör auf, dich an den schlechten Gedanken entlangzuhangeln und freue dich darauf, wenn du deinen Kalender auf Seite 1 aufschlägst. Wenn eine neue weiße Seite viel Platz für Buntes bietet. Wenn das neue Januarkalenderbild an die Wand kommt und es an dir liegt, wie spaßig und glücklich deine nächsten 365 Tage werden. Bestenfalls sollten diese 365 Tage nicht nur online glücklich aussehen, sondern sich auch offline so anfühlen.
 
Also:  Holt' die Wunderkerzen raus und mögt eure Herzensmenschen. So in echt. Und nicht nur via Like. Einmal richtig drücken!

Und ich? Ich gehe mal noch schnell Sekt einkaufen.


Fühlt' euch gedrückt. Happy 2015! 






Monday, November 10, 2014



Mehr als 28 Jahre lang war Berlin geteilt. Dann kam der 9. November 1989. Die Mauer fiel. Es gab "ein" Deutschland. 

Ich selbst war zum Mauerfall noch nicht auf der Welt. Doch die letzten Tage in Berlin waren für mich lebendiger Geschichtsunterricht. Jeden, den ich hier in Berlin fragte, was er denn an jenem 9. November '89 machte und wie er vom Fall der Mauer erfuhr, konnte mir eine Anekdote erzählen. Zum ersten Mal verstand ich ein wenig besser die Erzählungen meines Vaters und der Berliner Bekannten. 
Zum ersten Mal konnte ich ein wenig nachempfinden, wie es ist, wenn Freiheit in der Luft liegt. 

Zum ersten Mal sprang ich über eine Polizeiabsperrung und bat zuvor den Polizisten, sich wegzudrehen.





Tausende strömten für das Konzert von Udo Lindenberg und Paul Kalkbrenner zum Brandenburger Tor. Das Gelände wurde geschlossen. Niemand durfte mehr rein. Es ging nur noch raus. Mehrere Jugendliche stürmten die Absperrungen. Die Sicherheitsleute und Polizisten waren machtlos. Und ich? Ich war zu beschäftigt mit Fotografieren und bekam davon erst mit, als mein Mitbewohner schon auf der Konzertseite stand. Also auf der anderen Seite. Da "drüben". Doch es galt wieder Einlassstop. Eine neue Menschentraube wartete vor den Polizisten mit vor der Brust verkreuzten Armen. Tja. Und nun? 

 "Ich rede mal mit dem Polizisten da hinten"... - "Wissen Sie, manchmal schauen wir Polizisten einfach in die falsche Richtung." - "Super, drehen Sie sich kurz für mich um?". 









Der Hauptbahnhof am Abend des 9.11.2014





Sunday, October 26, 2014

 

Die Berliner Sbahn rattert über die Gleise und wedelt Laub auf, das langsam von der Hochbahnbrücke auf die Straße fliegt. Ich fahre in der Bahn durch die Stadt. Aber irgendwie nicht "in" der Stadt. Hin und wieder sehe ich Häuserzeilen an mir vorbeiziehen - und schwupps kommt schon eine neue Bahnstation. Die Türen piepen und öffnen sich. 

Pendler, Reisende, Treibende strömen in die Wagons und quetschen sich auf die letzten verbliebenen Sitze. Dann ein neuer Tunnel. Ich muss mir jedes Mal bewusst machen, in welche Richtung ich eigentlich gerade fahre. Den U- und S-Bahnplan kann ich mir immer noch nicht ganz merken. Ein Kommilitone meinte zu mir, dass er sich wohl einen Roller holt - um auf den Straßen endlich ein "Gefühl" für Berlin zu finden.

Ich verstehe Berlin noch lange nicht. Habe noch kein Gefühl gefunden. Muss ich aber vielleicht auch nicht. Vielleicht gibt es mehrere Gefühle für Berlin? Ich denke schon. Ich habe schon dazugelernt, dass der Weg von A nach B hier länger dauert, wenn die GDL streikt. Sogar dreimal länger als im Fahrplan angegeben. Aber das ist ok. Dann lese ich schon wieder mehr Bücher. Ich komme hier wieder meiner Passion nach, mich hin und wieder treiben zu lassen. Unabhängig von den festen Weges eines Alltags. So entdeckt man die schönsten Überraschungen. Wie das versteckte Café, das Katies Blue Cat heißt und mir an einem abendlichen Spaziergang ein Gefühl von Zuhause schenkte.

Ein Anfang bedeutet zu Beginn auch immer eine Leere. Aber davor sollte man keine Angst haben. Gleichzeitig gibt er einem nämlich auch die Chance, die Leere mit schönen Dingen zu füllen

Vielleicht ist das ein Berliner Gefühl. Eines von vielen.


Tuesday, June 10, 2014




















Die Tipps für Kreuzberg:

- Party: Berghain, Club der Visionäre, Badeschiff, Chalet, Watergate
- Drinks: Kirk, Madame Claude, Edelweiss, Tante Emma, Salon Schmück
- Food: Burgermeister (U Schlesisches Tor) - best cheese fries + burger